12 Oct 2008

Frankfurt am Main: Banken, Busen, Baustellen

Ein kurzfristiger Trip nach Frankfurt am Main, am Samstag Nachmittag, kann einem so manche Illusion rauben, einem aber auch wieder die Augen für die eigene "Wahlheimatstadt" öffnen. Stuttgart, 20 Grad, strahlender Sonnenschein, und trotzdem der Entschluss spontan eine andere Stadt zu erkunden. Wird ja sicher nicht schlimmer sein als daheim. Also ab in den nächsten ICE, und nach FFM.  Wenn man auf dem Bahnhofsvorplatz steht fallen einem zuerst drei Sachen auf. Banken, Busen, Baustellen. Die berühmte Frankfurter Skyline mit den Banken-Hochhäusern, daneben Nobelhotels, gefolgt von Sex-Shops und Bordellen. Dazwischen Baukräne, Gerüste und Baustellen. Irgendwie hab ich mir Frankfurt anders vorgestellt; schöner, lebendiger. Das Wetter war auch anders als erwartet, man sollte das sonnige Stuttgart doch nicht so planlos verlassen; 13 Grad, Nebel, kühler Wind. Ein schöner Tag, viel gesehen, neue Eindrücke gewonnen. Und am Ende doch die Erkenntnis erlangt, Stuttgart ist gar nicht so schlimm, wie man immer meint. Hab ich nur die falschen Ecken der Stadt gesehen? Am falschen Tag, zur falschen Zeit?